Kleiner Factoring-Crashkurs

Was kostet Factoring – und welche Kosten lassen sich einsparen

Mit Factoring Kosten egalisieren und Gewinn optimieren

Was kostet eigentlich Factoring? Oft wird gesagt, dass Factoring eine teure Finanzierungsform ist. Ist Factoring wirklich so teuer, stimmt das wirklich? Ich bin der Meinung das dies nicht so ist. Hintergrund ist, dass hier oft Äpfel mit Birnen verglichen werden. Factoring wird oft mit einer Kreditlinie einer Bank verglichen und gerade Banker versuchen die Finanzierungsalternative Factoring schlecht zu reden. Warum ist das so? Hintergrund ist, dass selbst viele Banker die Spezialfinanzierungsform des Factorings nicht verstehen. Factoring besteht aus mehreren Komponenten und nicht nur aus der reinen Lieferung von Liquidität, so wie es zum Beispiel eine Kreditlinie tut. Zum Factoring gehören folgende Eigenschaften:

 

  • Lieferung von Liquidität, wie bei einer Kreditlinie
  • Absicherung gegen Forderungsausfall, wie bei einer Kreditversicherung
  • Übernahme der Zahlungseingangsüberwachung, eine Tätigkeit aus der Debitorenbuchhaltung
  • Übernahme des Mahnwesens, ebenfalls eine Tätigkeit aus der Buchhaltung
  • Übernahme des Inkassos, eine Tätigkeit eines Rechtsanwalts oder einer Inkassogesellschaft

Wie sie sehen können, werden neben der Liquidität auch die Bereiche Forderungsabsicherung und Forderungsmanagement übernommen. Dies führt dazu, dass man die Kosten anders betrachten sollte. Ein bloßer Zinsvergleich ist hier zu einfach. Als Unternehmer/in wissen Sie, dass viele Faktoren Ihren Kostenblock in der Bilanz beeinflussen. Factoring kann hier die Bilanz optimieren.

Wieviel kostet eigentlich Umsatz?

Die Frage mag auf den ersten Blick verwirren, aber man sollte sich immer wieder bewusst machen: Umsatz kostet Geld. Die Überwachung der Zahlungseingänge, das Schreiben von Mahnungen bei nicht rechtzeitger Zahlung des Kunden, das hinterher telefonieren bei Kunden und im schlimmsten Fall, da muss ein Rechtsanwalt oder Inkassounternehmen eingeschaltet werden. Zusätzlich kommen weitere Kosten hinzu, wie Vorfinanzierungskosten bei der Bank, Absicherungskosten beim Versicherer oder Auskunftskosten bei einer Auskunftei.

Im Folgenden möchte ich anhand einer Beispiel-Rechnung aufzeigen, wie viel Potential in der Nutzung von Factoring steckt.

Diese Kosten entstehen auch in Ihrem Unternehmen.

Anhand eines Beispielunternehmens möchte ich Ihnen aufzeigen welche Kosten durch Factoring beeinflusst werden können und warum dies Factoring für Ihr Unternehmen interessant macht. Als Grundlage wurde ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 3.000.000 € gewählt.

Beispielunternehmen

 

Mittelständischer Logistik-Dienstleister
Mitarbeiter: 50
Jahresumsatz: 3.000.000 €

Mahnwesen & Rechtsverfolgung

5.000,00 €
(bspw. eigenes Personal, Anwaltskosten)

Debitorenbuchhaltung

15.000,00 €
(bspw. Überwachung der Zahlungseingänge, Telefongespräche mit Kunden)

Absicherungskosten

6.000,00 €
(bspw. 0,2% vom Umsatz für eine Kreditversicherung)

Kosten bei Auskunfteien

2.000,00 €
(bspw. Creditreform , Bürgel oder Schufa)

Zinskosten bei der Bank

37.500,00 €
(Forderungslaufzeit 45 Tage, Kontokorrentzins 10%)

Umsatzkosten:

Wie viel kostet in unserem Beispiel Factoring?

Bei unserem Beispiel handelt es sich um einen Dienstleister mit einem Umsatz von 3.000.000 EUR. Factoring wird über mehrere Faktoren berechnet. Für die Kalkulation benötigen die Factoringgesellschaften folgende Angaben: Jahresumsatz, Anzahl der Debitoren, Anzahl der Rechnungen und das durchschnittliche Zahlungsziel. Der Factor erstellt auf diesen Eckdaten ein Angebot. Der eine Factor berechnet eine Allin Gebühr (alle Posten in einer Grundgebühr) und der andere Factor hat mehrere einzelne Gebührenpositionen. Hierbei entstehen dann unterschiedliche Kosten wie die Factoringgebühr, Limitprüfungsgebühren und Zinskosten und manchmal auch weitere Gebührenpositionen. Bei unserem Beispielunternehmen kann man von folgenden Gesamtkosten ausgehen:

Beispielunternehmen

 

Mittelständischer Logistik-Dienstleister
Mitarbeiter: 50
Jahresumsatz: 3.000.000 €

Factoringgebühr

27.000,00 €
(bspw. 0,9% vom Umsatz)

Limitprüfungsgebühren

1.500,00 €
(Prüfung der Bonität Ihrer Kunden)

Zinsen für die Bevorschussung

4.500,00 €
(Zinsen für den Zeitraum in dem Ihre Rechnungen nicht bezahlt wurden)

Factoringkosten:

Die Kosten im Vergleich

Anhand dieses Beispiels können Sie erkennen, dass Factoring Ihrem Unternehmen durchaus einen Vorteil bringen kann. Stellt man die beiden Kostenpositionen gegenüber, so fällt schnell auf, dass durch Factroing ein großes Einsparpotential in Ihrem Unternehmen entstehen kann.

Beispielunternehmen

 

Mittelständischer Logistik-Dienstleister
Mitarbeiter: 50
Jahresumsatz: 3.000.000 €

Umsatzkosten

65.500,00 €

Factoringkosten

33.000,00 €

Differenz Umsatzkosten und Factoringkosten:

Vergleichen wir die beiden Varianten miteinander

„The Classic-Way“

Mittelständischer Logistik-Dienstleister
Mitarbeiter: 50
Jahresumsatz: 3.000.000 €

Kosten ohne Factoring :

„The Factoring-Way“

Mittelständischer Logistik-Dienstleister
Mitarbeiter: 50
Jahresumsatz: 3.000.000 €

Vorteil mit Factoring:

Mit Factoring den Jahresgewinn optimieren

Diese Rechnungen zeigen, dass eine deutliche Reduzierung der Kosten möglich ist und die enstehenden Kosten durch Factoring aufgehoben werden können. Natürlich basieren die gewählten Zahlen auf Näherungs- und Erfahrungswerten, die von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich ausfallen. Allerdings ist mit der möglichen Egalisierung der Kosten und mit den bisher aufgeführten Positionen längst noch nicht das gesamte Einsparpotential ausgenutzt. Fasst man nun alle Einsparungen und Kosten zusammen, kann es sogar dazu führen, dass der Jahresgewinn optimiert wird.

Rechnungen verkaufen bietet erstaunliche Möglichkeiten, wenn es richtig eingesetzt wird. Natürlich ist die oben gezeigte Rechnung keine „unumstößliche Wahrheit“. Die Kosten, die der Factor aufruft, variieren von Betrieb zu Betrieb und sind abhängig vom Aufwand. Und sehr wahrscheinlich decken sich Ihre Unternehmenszahlen nicht mit der Beispielrechnung. Dennoch kann man erkennen, welches Potential in Factoring steckt.

Welches Einsparpotential hat Ihr Unternehmen?

Sind Sie neugierig geworden und möchten wissen, wieviel Einsparpotential in Ihrem Unternehmen verborgen ist? Welche Abläufe lassen sich durch Factoring optimieren, wo können Sie Arbeit und Geld sparen? Wie verbessern Sie Ihre Liquidität und welche Risiken lassen sich für Ihr Unternehmen und für Sie persönlich verbessern?

Diese Fragen beantworte ich Ihnen gern. Nutzen Sie unverbindlich meine Expertise! Ich freue mich darauf, für Sie das volle Potential von Factoring auszuschöpfen.